Die Story:
Bereits 1978/79 hatten Manfred Faust (dr) und Martin Hartmann (g,h,voc) als Mitbegründer der Rockformation "Herlin" ihre ersten Erfolge.
Treffpunkt der Band und Szeneort der Jugend waren damals die Räume unter dem Dach des Hermersberger Rathauses, bis ein Dachstuhlbrand im Winter 81/82 die Existenzgrundlage der jungen Rockband mit einem Schlag vernichtete.
1989 kreuzten sich die Wege erneut und "das Feuer" von damals begann im wahrsten Sinne des Wortes wieder zu lodern.
Hinzu kamen Jürgen Christmann (g,voc), der sozusagen als "Rampensau" mit "Back Seat Betty" und "Red Roosters" schon eine Menge Erfahrung hatte sammeln können, sowie Volker Schäfer am Bass.
Beide lernte man bei Musikersessions in der "Erdfeder" (...ein damals weithin bekanntes Szenelokal in Neunkirchen am Potzberg...) kennen.
In wenigen Monaten war die "Tin Pan Alley Blues Band" Dank der großartigen musikalischen Kompetenz von Jürgen Christmann bereit für ihren ersten Auftritt.
Dieser wurde mit Hilfe der damaligen Jugend-Organisation in Hermersberg selbst organisiert.
Highlights des damaligen "Events" waren sicherlich die Auftritte von Werner Lämmerhirt sowie der Band um den mittlerweile legendären Gitarristen Heinz Glass aus Kindsbach,welcher sich im gesamten Bundesgebiet einen Namen machen konnte.
Um weiter an die begehrten Gigs zu kommen wurde ein Demo-Tape im Studio von Manfred Ostermay eingespielt.
Während der folgenden Jahre ereigneten sich noch weitere Vorfälle, die kurioserweise immer mit "Feuer" zu tun hatten:
So brannte in Schopp das neu eröffnete Rockhaus nieder, wo man sich wenige Tage zuvor einen Proberaum angemietet hatte. Die Band war zu dem Zeitpunkt glücklicherweise "on the Road", allerdings danach auch "ohne Proberaum".
Weiter wurde eine Szenekneipe einen Tag vor dem geplanten Gig durch Feuer zerstört.
(...Dabei war der anfangs noch gecoverte Titel "Smoke on the Water" längst nicht mehr im Programm...:-))))
Wie dem auch sei -
1996 verließ Volker Schäfer aus beruflichen Gründen die Band und für Ihn kam Franz Schreiber. Die tiefen Töne sind seither seine Profession und der Groove wurde stets weiterentwickelt.
Im Februar `98 wurde Albert Koch (...das Urgestein in Sachen "Blues Harp" aus Kaiserslautern...) für die geplante CD-Produktion in der Kammgarn gewonnen.
Bei der live eingespielten Aufnahme anlässlich des 10-jährigen Band-Jubiläums sprang der Funke über und sowohl Albert Koch wie auch Tin Pan Alley waren sich sofort einig, dass die Band ein neues Mitglied hatte.
Jürgen Christmann, als langjähriger "Bandleader", hatte schließlich im Oktober des folgenden Jahres andere Pläne und verließ die Band - nicht ohne sich vorher um adäquaten "Ersatz" zu kümmern.
Für Ihn erschien Franz Engelhardt auf der Bühne, der stilsicher die Slide-Gitarre und den puristischen Blues-Sound nach vorn brachte. Mit Ihm entstand dann 2000/2001 die ebenfalls live mitgeschnittene CD "Talkin´with the Blues", aufgenommen bei einer "Blues-Night" auf der Waldbühne in Homburg.
In diese Zeit fielen auch etliche, große Auftritte als "back-up" Band der amerikanischen Blues-Legende Louisiana Red, welcher zeitweilig auch schon mal im Proberaum vorbeischaute.
Als Hommage an den "Meister" und aus Dank für die wunderbaren Bühnen-Highlights im In-und Ausland hat Tin Pan Alley den Titel: "Ride on, Red, Ride on!" in einer etwas umarrangierten Version bis heute im Standardprogramm.
(Red´s Ur-eigener Song wurde übrigens schon vor Jahrzehnten von Rory Gallagher im WDR-Rockpalast zu dessen Ehren gecovert...)
Mit den Jahren war auch für Drummer Manfred Faust im Januar 2005 der Abschied von der Bühne gekommen, wodurch die Band auch den Organisator für Auftritte und große Events verlor.
Die Lücke als Drummer füllt seither Alberts Bruder Helmut Koch, ebenfalls ein "Urgestein" aus KL in Sachen Schlagzeug. Renate Nix wurde mit der Weiterführung des organisatorischen Managements betraut, nachdem sie sich mit der seit 2002 laufenden Internetpräsenz das Vertrauen der Band erworben hatte.
Als es mit der Band gerade wieder vorwärts zu gehen schien (...nach den vielen Umbesetzungen musste immer wieder neu arrangiert, bzw. eingearbeitet werden...) nahm "Franz Engelhardt" Ende 2005 seinen Hut.
Hier war eine kritische Phase erreicht und es hätte leicht das Ende von Tin Pan Alley bedeuten können, wäre Albert Koch nicht zufällig einem "Altmeister" der Szene begegnet und hätte ihm von den Nöten erzählt.
Karl Heinz Schwarz, alias "Blacky" zögerte nicht lange und die Chemie der Band stimmte plötzlich wieder. Seine Integration ging nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung rasend schnell von statten und es entstand sogar eine gewisse Euphorie - die Musik hatte den "Spassfaktor" wieder zurück!
Das Ergebnis ist die 1. Studio-CD "Plug ´n´ Play", für deren Namen ein Stück von Franz Engelhardt Pate stand.
"The band is still rolling"... und ich hoffe noch recht lange - jedenfalls solange es noch Publikum gibt das uns nicht von der Bühne prügelt.
Die weiteren Pläne und vor allem die nächsten Auftrittstermine werden aktuell immer den Infos auf unserer Homepage zu entnehmen sein, bevor auch Sie zur Geschichte gehören...
...in hoffentlich "korrekter Erinnerung" an all das Geschehene: "Let the good times roll"
Fetze
(M. Hartmann)
Hier einige Highlights der Tin Pan Alley - Blues Band:
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